Das Projekt Klimaanlage

Seit Oktober 2018 wohnen wir nun unserem Haus. Alles in allem sind all unsere Pläne aufgegangen und wir sind sehr zufrieden mit der Qualität die OKAL geliefert hat.

Eines hat uns aber seit Beginn an gefehlt und das ist eine Klimaanlage. Warum das ? Die total dichten Häuser ( Passivhaus KfW 40+ ) wie wir eines haben, die haben einen Nachteil. Die Wärme bleibt zwar draussen, wenn man sehr gut beschattet aber irgendwann nach zwei Wochen Hitze ist die Wärme im Haus und man bekommt diese wegen der sehr guten Aussenhülle dann auch schlecht wieder raus. 

Genau aus diesem Grund hatten wir bereits im November 2017 also vor der Hausstellung und während der technischen Prüfung die Frage an OKAL herangetragen, ob wir nicht eine Klimaanlage einbauen können. Im Rohbau ist das ja richtig einfach, am besten noch direkt in der Fertigung die Kühlmittelleitung und den Strom bzw. Leerrohr verlegen (lassen).

Wir kamen uns vor, als ob wir die ersten sind die so etwas fragen. Es zog sich wie Kaugummi. Am 28.11.2017 erhielten wir dann die Absage von OKAL.

Damit waren wir aber nicht am Ende und hatten parallel einige Klimatechnik Firmen angefragt, ob sie Erfahrung mit Fertighäusern haben und welche Möglichkeiten es gibt im Rohbau diese Leitungen direkt zu verlegen. 

Eine Firma schien uns sehr kompetent und wir fanden eine Lösung dass wir quasi direkt nach der Hausstellung uns anschauen wie es möglich ist. Zuvor hatten wir schon eine Ausarbeitung gemacht, welche Geräte nötig sind und was es am Ende dann kostet wenn es so wie geplant ausgeführt werden kann. 

Wir haben vor das Elternschlafzimmer mit ca. 25 qm, das Kinderzimmer mit ca. 20 qm und den Wohnbereich mit ca. 55 qm zu kühlen. Hierfür wurden uns Innengeräte von Daikin mit 2,5 kw für Schlaf- und Kinderzimmer sowie ein 3,5 bzw. 5 kw Gerät für den Wohnbereich angeboten. 

Es war uns schon zu Beginn klar, dass es ein Splitgerät werden muss. Also mehrere Innengeräte mit einem Aussengerät und verbunden mit Kühlmittelleitung, Kondensatablauf und Steuerung. 

Nachdem der Hausaufstellungstermin im Februar 2018 bekanntgegeben wurde, haben wir einen Termin mit der Klimatechnikfirma vereinbart für den zweiten Aufbautag. 

Schon am ersten Tag der Hausaufstellung wurde uns klar, dass unser Projekt zu scheitern drohte. Den OKAL verkleidet alle Innenwände bereits ab Werk und so wird keine Möglichkeit bleiben die notwendigen Kühlmittelleitungen zu verlegen. Der Blick des Fachmanns am zweiten Bautag besagte dasselbe. Wir werden wohl immer ohne Klimaanlage leben müssen oder wir müssen eben für die Bereiche in denen ein Innengerät installiert wird mit einem Kabelkanal als Zuführung leben aber das schloßen wir aus, vorerst !

Es vergingen zwei Jahre und fast zwei Sommer bis wir uns im Juni 2020 entschlossen haben diese Sache wieder aufzunehmen. Was macht man als erstes ? Man nutzt ein Suchmaschine ob es irgendwelche Einträge gibt, die sich mit diesem Thema beschäftigen. Und siehe da, nach kurzer Zeit finden wir einen Forumseintrag eines anderen Fertighausanbieter, in dem ein Hausbauer über den Einbau einer Klimaanlage berichtet. 

https://www.fingerhaus-forum.de/viewtopic.php?f=11&t=3421&sid=e57dcc6d40b77ff9aca61a9b88a5fa01

Dann haben wir uns erkundigt welche Geräte auf dem Markt aktuell gut sind und diverse Firmen angefragt so dass wir möglichst viele Ideen bekommen wie wir das lösen könnten.  

Möglichkeit 1

Eine Idee ist, dass man zu jedem Innengerät direkt ein Aussengerät anschließt. Dafür wird man dann weder aussen noch innen etwas von den Leitungen sehen. Nachteil ist, dass man drei Geräte an der Aussenwand hängen hat und es auch preislich teuer ist. Um das zu realisieren nimmt man einen 68er Dosenkernbohrer und sucht sich eine Stelle an der Wand ohne Balken und bohrt erstmal ein Loch in die Gipskartonplatte, schaut dann ob dahinter nur Dämmung ist und bohrt dann weiter nach draussen.  

Dann sucht man sich eine Wanddurchführung in derselben Größe kürzt die entsprechend und verklebt diese aussen und innen so dass alles dicht ist. 

Nun lässt sich die Kühlmittelleitung und die Steuerung samt Strom perfekt durchlegen. Aussen das Aussengerät auf einen Ständer montiert, innen das Innengerät so platziert dass man das Loch nicht sehen kann. Loch noch abdichten mit Bauschaum und fertig. 

Möglichkeit 2

Man verwendet lediglich ein Multi-Split Aussengerät für mehrere Innengeräte. Muss dafür das Aussengerät an einem optimalen Platz für alle Innengeräte plazieren so dass die Leitungslänge möglichst kurz ist. Dafür gut geeignet ist ein Garagendach ein Carport oder Stellplatz oder irgendwo wo das Aussengerät nicht stört. 

In einem Fertighaus ist es nur schwer möglich eine Kühlmittelleitung bzw. das Stromkabel dazu entlang einer Wand zu verlegen da sehr viele Längsbalken in der Wand sind die für diesen Zweck durchbohrt werden müssten. Das ist aber nicht angeraten da hier auch die Statik eine Rolle spielt. Im Obergeschoss könnte man über den Dachboden die Räume versorgen da die Obergeschossdecke auch wieder nur gedämmt ist und man dort sehr gut an die darunterliegenden Wände kommt. Man kommt aber auch hier nicht direkt in die Wände da an der Oberseite der Wand meist ein 160 mm Balken entlang läuft. Fraglich ist hier ob die Leitungslänge dann nicht zu lang wird. 

Am einfachsten wäre es an der Aussenwand die Versorgung und dann in den entsprechenden Räumen Kabelkanäle zu verlegen. Man kann diese Kabelkanäle später auch mit Trockenbau verkleiden und tapezieren oder anstreichen

Möglichkeit 3

Wer kennt die nicht. Die Klimageräte aus den Büros, die an der Decke in diesen vorgefertigten Quadraten hängen. Diese werden Deckenkassetten genannt. Diese gibt es für zuhause nur als 1-Weg da für mehr meist kein Platz ist. 

Da unsere Decke im OG ja nicht mit Beton gegossen ist wäre die Möglichkeit in zwei der drei Zimmer, die wir kühlen wollen mit diesen Deckenkassetten zu arbeiten und die Versorgung vom Dachboden zu machen.

Allerdings würden wir dann aller Voraussicht nach zwei Aussengeräte benötigen, da wir das EG anders versorgen müssen. Ein weitere Idee für unsere Gespräche mit den Klimatechnikern die jetzt kommen. 

Noch im Juni 2020 haben wir mit mehreren Klimatechnikern Termine vereinbart bzw. auch schon telefonisch einiges klären können.

Die Termine verliefen alle in ähnlicher Weise ab. Schnell war klar, was machbar ist, welche „Problemstellen“ es gibt und welcher Marken der jeweilige Händler „verkaufen“ will.

Das interessante dabei ist, dass nur einer der Klimatechniker direkt vor Ort einen Preis abgeben konnte, zwei weitere machten einen Kostenvoranschlag wobei einer davon am Ende 20 % unter dem Angebot vor Ort war. Alle anderen müssen / wollen ein Angebot erstellen. 

Das Aussengerät stellen wir auf die Garage, fahren von dort nahezu direkt in den Wohnbereich rein. Wir kühlen dort mit einem 5 kw Innengerät. Der Hauptkanal geht an der Aussenfassade nach oben und wir fahren unterhalb des Dachbodenfensters ins Haus, dort entlang der Giebelwand und weiter an der Dachschräge in Richtung Erker. Von dort aus können wir dann entlang der Deckenbalken die beiden Räume von oben versorgen. Wir werden dann auch nur in einem Raum einen kleinen Kabelkanal haben da wir beide Geräte an dieselbe Innenwand installieren werden und die Versorgung von einem Raum zum anderen durch die Innenwand durchführen.

Alles in allem, war es ein schwieriger Prozess, die Entscheidung muss noch gefällt werden, wer den Zuschlag erhält. 

Hier wäre unsere Planung wir die Leitungen verlegt werden und wo die Gerät platziert sind. In pink sind die Kühlmittelleitungen im Kanal eingezeichnet und in grün die Innen- und Aussengeräte. 

Welche Marke ?

Nimmt man Daikin, Mitsubishi, Panasonic, Fujitsu oder sogar einen anderen Anbieter ? Die Auswahl ist gross und wenn man die Installateure fragt, sind alle Marktführer.

Wir haben jetzt die Wahl zwischen Daikin ( unser Favorit ), Mitsubshi ( baut das schönste Innengerät ) und Fujitsu ( sind etwas günstiger ). Am Ende sind die technischen Daten bei allen fast ähnlich !

Welche Kühlleistung ist notwendig ?

Die einen sagen es reichen 70 Watt pro qm Wohnfläche, die anderen sagen es müssen 100 Watt sein. Die einen sagen die Ausseneinheit muss 80 % der Leistung der Inneneinheiten haben, die anderen sagen es reicht auch weniger. Je weniger das Aussengerät an Leistung hat, desto weniger kommt bei den Innengeräten an. Was nützt es wenn ich innen 5 kw habe wenn nur 3 kw davon ankommen da das Aussengerät zu klein dimensioniert ist ?

Für unsere Räume von 50 qm im Wohnbereich würden also nach dieser Berechnung 4,2 kw reichen. Für das Kinder- und Schlafzimmer mit jeweils ca. 20 qm würden die 1,8 kw reichen. Wir nehmen aber für beide Bereiche jetzt die nächste Größe !

Hier ein Beispiel ( Danke Herr Ziegler ). Das Aussengerät hat 6,8 kw. Die Innengeräte haben 2,5 kw + 2,5 kw und 5 kw. Am Gerät mit 5 kw kommen nur noch 3,4 kw an. Am Gerät mit 2,5 kw kommen nur noch 1,7 kw an. 

Finale Entscheidung !

Nachdem wir die letzte Woche mehrfach täglich mit diversen Anbietern gesprochen haben, fiel die Entscheidung für das Mitsubishi Modell. Warum ? Das hat drei Gründe. Zu aller erst war meiner Frau wichtig, dass Sie wenn schon so ein Gerät an der Wand hängt dass es einigermaßen was gleich sieht. Das Mitsubishi hat das 2-Zonen System, es verteilt also die Luft in zwei Bereiche. Und zu guter letzt sind die Bewertungen für Mitsubishi durchweg sehr gut und preislich passt es auch. Also ist Daikin raus !

Einige Informationen zu unserer Anbieterauswahl

Für uns ist es wichtig, dass wir lokalen Betrieben eine Chance geben, deshalb haben wir vier Firmen angefragt. Gleichzeitig haben wir über zwei Portale ( My-Hammer und Check24 ) eine Ausschreibung erstellt. 

Es gibt auch hier wieder die unterschiedlichen Verhaltensmuster. Es gibt Firmen, die melden sich sehr schleppend, es gibt welche die melden sich auch am Sonntag und es gibt welche die melden sich nicht. Alles in allem haben wir festgestellt dass die Branche Klimatechnik genug Aufträge hat. 

Die Kommunikation mit den meisten war sehr gut, einige haben das Angebot innerhalb weniger Stunden erstellt, andere haben dafür fast eine Woche benötigt.

Alles in allem muss man festhalten, dass die Angebotsspanne zwischen dem günstigsten und dem teuersten bei 1500 € lag. Bei einer Auftragssumme von ca. 9000 € sind das immerhin ca. 18 % Unterschied. 

Einigen Anbietern reichten die Grundrisspläne, andere sind vorbeigekommen. Am Ende haben wir einen sehr guten Weg gefunden, wie man auch nachträglich, ohne großen visuellen Effekt, eine Klimaanlage verbauen kann. 

Zum Schluss hatten wir mit sieben Anbietern ernsthaften Kontakt, von denen sich lediglich zwei richtig um den Auftrag bemüht haben. Das soll aber kein Vergabekriterium sein. Wer nun den Zuschlag erhalten hat, berichten wir hier später, wenn alles unter Dach und Fach ist. 

Projekt Unterverteiler in der Garage

Bei den Anbietergesprächen war auch immer wieder die Frage der Stromzuführung. Diese muss ja bauseits bereitgestellt werden. Hier ist in den meisten Fällen eine 20 oder 25 Ampere Sicherung nötig. Da wir in der Garage bereits eine Kabelvorbereitung hatten, ging es nun daran dass alles sinnvoll zu installieren.

Unser Kabel war ein NYY-J 5×6 mm also genug für Starkstrom auf drei Phasen. Die Idee war einen Unterverteiler zu installieren der 230 Volt und 380 Volt liefert und zugleich das Kabel für die Klimaanlage mit 25 Ampere absichert. 

Gesagt, getan, die meisten der Klimaanlagen-Anbieter empfahlen uns ein H07 RN-F 3×4 mm Kabel zu liefern und das haben wir dann auch gemacht. 

Woher haben wir dann einen Elektriker ?

Das ist heutzutage eine berechtigte Frage, denn die lokalen sind zumeist so voll dass sie nicht mal mehr auf Anfragen antworten. Wir verwenden daher meist MyHammer und Check24. Auch hier waren wir in diesem Fall wieder erfolgreich und haben einen sehr kompetenten Elektriker aus der Gegend gefunden.

Ergebnis Unterverteiler

Über dem Verteilerkasten haben wir noch eine weitere Abzweigdose installiert da von dieser Stelle das Kabel aus der Wand kommt und die Leitung so kurz war dass wir den Unterverteiler darunter installieren mussten. Nach oben in dem Leerrohr geht noch das Netzwerkkabel für den Accesspoint. 

Auftragsvergabe

Am 23.06.2020 war es dann endgültig soweit. Nachdem die letzten Details geklärt wurden haben wir den Aufrag an KWE Klimatechnik vergeben.

Warum an diese Firma ? Die Kommunikation war stets sehr gut, alle Fragen wurden zeitnah und verständlich beantwortet und das Gesamtpaket inkl. dem angebotenen Preis hat gepasst.

Was haben wir nun bestellt ?

Für Kinderzimmer und Schlafzimmer ( jeweils ca. 20 qm ) wird es das MSZ-LN25VG2W von Mitsubishi in naturweiß sein.

Für den Wohnbereich ( ca. 50 qm ) nehmen wir das MSZ-LN50VG2V aber in pearl white, wegen der Optik.

Als Aussengerät verwenden wir das MXZ-4F72VF. 

Warum haben wir dieses Produkt gewählt ?

Für uns war es wichtig, dass es eine Marke ist die gute Bewertungen hat. Dabei war schnell klar dass wir entweder Daikin oder Mitsubishi verwenden werden. Die Daikin Modelle sind vom Aussehen her eher Standardprodukte und hier hat uns die MSZ-Serie von Mitsubishi einfach besser gefallen. Preislich waren beide etwa ähnlich. 

Warum diese Konfiguration ?

Bei den Innengeräten gilt ja als Richtwert dass man 70-100 Watt pro qm Wohnfläche bemötigt um zu kühlen. Die 100 Watt beziehen sich auf ein Standardhaus ohne großartige Dämmung. Da wir ein Energieeffizienhaus haben reichen da sicher die angegebenen 70 Watt. 

Wir würden also für das Wohnzimmer mit 50 qm Wohnfläche ca. 3,5 kw Kühlleistung benötigen. Da wir eine offene Küche mit Verglasung an der Südseite haben, sind wir hier auf 5 kw gegangen. 

Für das Schlaf- und Kinderzimmer mit jeweils ca. 20 qm, würden nach o.g. Berechnung ca. 1,5 kw reichen. Hier sind wir aber auf 2,5 kw gegangen da wir hoffen, dass andere Räume noch leicht mitgekühlt werden. 

Beim Aussengerät gab es viele Ansätze, welcher am Ende richtig ist, kann wahrscheinlich erst die Praxis zeigen. Einige haben das 6,8 kw Gerät angeboten, andere das 7,2 kw Gerät und einer sogar das 8,0 kw Gerät. 

Hintergrund ist hier, dass wir ja bei den Innengeräten zusammen 10 kw Kühlleistung haben, diese aber nie gleichzeitig abgerufen werden, so dass 70-80 % an Leistung für das Aussengerät reichen. Je weniger das Aussengerät im Verhältnis zu den Innengeräten leistet, desto weniger kommt an den Innengeräten an. 

Wir haben uns nun für das 7,2 kw Gerät entschieden, da der Aufpreis auf das 8 kw Gerät bei 800 € lag und das ist es uns nicht wert. 

In der Modellbezeichnung des Aussengeräts steht zu Beginn eine 4. Das hat für uns eine wesentliche Bedeutung, da wir auch bereits ein Innengerät für den Dachboden mit einplanen, den wir später mal dämmen wollen. So etwas sollte man gleich machen da sowieso die Leitungen über den Dachboden verzogen werden und wir damit die Montagekosten reduzieren können. 

Der richtige Zeitpunkt ?

So, nun kommen wir zu einem weiteren wichtigen Thema bei der Planung der Montage. Installiert niemals eine Klimaanlage im Sommerhalbjahr. Warum ? Viele sagen dass die Preise im Winterhalbjahr günstiger sind, die Klimaanlagenbauer widersprechen dem. Ein größeres Problem ist die Verfügbarkeit von Geräten. Gerade bei den Top-3 Marken Daikin, Mitsubishi und Fujitsu kann es im Sommerhalbjahr zu Engpässen kommen. Wir haben diese Problem nun auch, da wir das 5 kw Innengerät für den Wohnbereich in pearl white ausgesucht haben und es aktuell aber scheinbar bei allen Großhändlern nur noch naturweiß gibt. 

Die Lieferprobleme bei Mitsusbishi sind in diesem Jahr am größten. Das 5kw Innengerät ist überall ausverkauft oder nur zu horrenden Preisen erhältlich. Da wir uns für die Farbe pearl white entschieden haben, müssen wir dieses Gerät nun bei einem Onlinehändler kaufen, der uns die Installation auch angeboten hatte. Wir würden diese Kombination aber woanders nicht bekommen.

Frank holt das Gerät dann sogar noch selbst am Lager ab, so dass beim Transport keine Beschädigung passieren kann.

Die Installation

Die Terminierung ist für den 22. bis 24.07.2020 vorgesehen, bis dahin bleiben jetzt noch zwei Wochen Zeit um den anderen Anbietern abzusagen und uns auf die Montage vorzubereiten.

Am Montag 20.07.2020 erhalten wir einen Anruf von KWE um den Termin am 22.07.2020 gegen 9 Uhr zu bestätigen.

Die Handwerker sind pünktlich um 9 Uhr da und richten zuerst die Baustelle ein. Wir sprechen uns dann anschließend ab, wo die Innengeräte hinkommen und was wir noch an Dinge wünschen. Mit zwei Mann wird dann fleissig an den Innengeräten gearbeitet und die Halterungen sowie die Bohrungen gemacht. Teilweise ist es aber so, dass man auf Holzbalken stößt die dann eben weggemeißelt werden müssen. Wir denken nicht, dass dadurch das Haus einstürzt.

Am Nachmittag schaut dann noch der Vertriebsleiter vorbei, der auch unser Angebot erstellt hat. Wir werden darauf hingewiesen, dass im Wohnzimmer die Einführung von der Garage sehr knapp ist und wir hatten angedacht, dass wir den Kondesatablauf ohne Pumpe nach draussen legen. Das gestaltet sich aber etwas schwierig da es sehr eng zugeht, wir aber keinen Kanal haben wollen. Nach einingen Diskussionen finden wir nun doch eine Lösung und wir können auf die Pumpe verzichten.

Im Obergeschoss werden die beiden Innengeräte so plaziert dass wir nur eine Bohrung vom Dachboden aus haben werden. Die Kühlmittelleitung wird über einen Kanal vom Dachboden an das Innegerät im Kinderzimmer angeschlossen und von dort geht direkt ein Leitungsstrang durch die Innenwand ins Schlafzimmer. Die Kondensatpumpen kommen dann auch auf den Dachboden so dass diese „Lärmquelle“ mit 10 db/A auch aus den Schlafzimmern verschwindet.

Natürlich werden hier Kupferleitungen verwendet um das Kühlmittel zu transportieren. Diese müssen verlötet werden !

Am Abend waren dann die beiden Innengeräte im OG komplett angeschlossen und das Leitungs-/Kabelpaket nach oben auf den Dachboden verzogen. Am zweiten Tag wird noch das Loch im Wohnzimmer nach draussen gebohrt und das Aussengerät angeschlossen und in Betrieb genommen.

Das Aussengerät wird auf der Garage plaziert. Da wir mit dieser Anlage im Winter auch den Dachboden heizen wollen, setzen wir das Aussengerät auf Terassenplatten so dass das anfallende Kondensatz, dass im Winter gefriert genug Platz hat nach unten „abzulaufen“

Der Kanal auf dem Dachboden wird gesetzt und das Loch „nach draussen“ gebohrt. Zum ersten Mal kann man sehen wie der Wandaufbau ist.

Auch die Kernbohrung im Wohnzimmer hat es in sich, da wir genau ausgerechnet haben dass wir direkt über der Garage aus der Wand kommen. Das passt am Ende exakt.

Am Ende des zweiten Montagetages sind alle Leitungen vorbereitet und am dritten Tag wird alles noch angeschlossen, verkabelt, getestet und zugemacht.

Am dritten Tag ist es eher ruhig im Haus, die groben Arbeiten sind erledigt. Um draussen gut arbeiten zu können wurde kurzerhand ein Schirm über die Ausseneinheit gespannt. Regen und Sonne können kommen.

Nach dem Anschluss der Kühlmittelleitung wird diese auf Dichtigkeit geprüft und anschließend das Kältemittel eingefüllt. Nachdem noch der Strom angeschlossen war geht es an den ersten Testlauf, der prompt ohne Probleme funktioniert.

Nach drei Tagen Montage muss einiges wieder aufgeräumt werden. Gegen 15 Uhr findet dann die Übergabe der Anlage statt. Es wird erklärt auf was geachtet werden muss, welche Bauteile gereinigt werden müssen und wie die Fernbedienung funktioniert, die doch einige Knöpfe hat.

Am Ende soll noch erwähnt sein, wir wir auf die KWE Klimatechnik gekommen sind. Über die Googlesuche haben wir die Seite http://www.klimambo.de entdeckt. Dort lässt sich in wenigen Schritten eine Wunschanlage konfigurieren und man bekommt dann sehr schnell ein Angebot zugesandt. Für uns eine ganz klare Empfehlung für Einsteiger in die Klimawelt !

Hier nun das Ergebnis. Sollte es Fragen geben einfach melden !