Unser Hausbauer ist insolvent

Nachdem wir in den letzten drei Wochen im Urlaub waren tat sich in puncto Hausbau nicht viel. Das lag aber nicht unbedingt an uns, denn wir hatten einige Punkte eingekippt. Sondern so wie wir heute erfahren haben an Selecthaus GmbH. Die Firma musste eine vorläufige Insolvenz anmelden. 

Erfahren haben wir das aber nur durch das hartnäckige Nachfragen bei den zuständigen Mitarbeitern. Es gibt morgen ein Gespräch mit dem Insolvenzverwalter und auch schon mit einer Firma, die die geschlossenen Verträge übernehmen will. Diese Firma will mit dieser Aktion auch im Süden Deutschlands einen Fuß in die Türe bekommen, denn diese ist aktuell nur im Nordosten unterwegs. Zusätzlich wollen sie in Fellbach ein bestehendes Musterhaus übernehmen. 

Für uns bedeutet das aktuell dass wir erstmal abwarten müssen was dabei heraus kommt. Wir hoffen natürlich, dass die neue Firma alle Verträge übernimmt, wobei das nicht bedeutet dass es 1:1 weitergeht. 

Update 30.04.2017  

Heute kam ein Anruf unseres Beraters. Von der Geschäftsführung hört man nichts. Drei Verträge hat der Hausbauer, der als „Nachfolger“ einspringen will, schon übernommen, weil hier die Rendite am besten ist. Die anderen 12 Verträge werden nochmals nachverhandelt. Lt. Aussage unseres Beraters hat aber der „Nachfolger“ ihm gegenüber zugesagt, dass alle Vertrage zu den gleichen Bedingungen übernommen werden, entweder über die Insolvenz oder dann am Ende direkt. Wir sind gespannt wie lange sich das ziehen wird und was wir alles nochmals besprechen müssen. Scheinbar werden aber auch zwei Mitarbeiter von Selecthaus übernommen. 

Update 03.05.2017  

Wir haben die telefonische Zusage des Beraters erhalten, dass der Nachfolge-Hausbauer unsere Verträge ohne weitere Kosten für uns übernimmt. Nachdem es mit dem Insolvenzverwalter keine Einigung nach dem zweiten Gespräch gab, gehen alle davon aus, dass wir nach Veröffentlichung der Insolvenz ein Sonderkündigungsrecht haben. Parallel dazu wird der Nachfolger uns ein Angebot unterbreiten.

Update 05.05.2017  

Wir haben mit einem Anwalt für Baurecht gesprochen und wollten vorsorglich einen Termin vereinbaren. Er hat uns dahingehend beraten, dass es vor Veröffentlichung des Insolvenzschreibens keinen Sinn macht dass er uns anwaltlich berät. 

Update 07.05.2017  

Wir haben bei Talbau Haus den Tag der offenen Tür genutzt und wollen mal schauen wie dort Häuser hergestellt werden. Nachdem uns das vor Ort gefallen hat, haben wir dort mal angefragt und die Eckdaten durchgegeben. Mal schauen was dabei herauskommt

Update 08.05.2017  

Auch bei Weiss Fertighaus haben wir heute angefragt. Warum gerade die ?  Aktuell bauen einige in der Gegend mit diesem Anbieter und die Qualität scheint hier zu stimmen. Wir haben sehr schnell ein Angebot erhalten und auch den möglichem Stellungstermin für das Haus. Preislich sind wir hier in einem Niveau unterwegs dass für uns nicht passt. Terminlich wären wir bei Start des Hausbaus im Dezember 2017 gewesen.

Update 08.05.2017  

Wir haben ebenfalls mit Okal nochmals Kontakt aufgenommen. Die waren ja vor unserer Auswahl des aktuellen Hausanbieters in der engeren Wahl. Leider hatten wir damals Probleme überhaupt mal einen Grundriss zu erhalten. Jetzt geht es nur um ein Angebot und wir hoffen, dass es diese Woche etwas wird. 

Update 10.05.2017  

Der Berater von Talbau hat sich erneut gemeldet und wir würden unser Baubeginn etwa drei Monate nach Unterschrift starten können. Gesetztenfalls dass wir im Juni unterschreiben würden wir im September mit dem Bau starten. Das würde für uns gut passen !

Update 16.05.2017

Das Übernahmeangebot des Nachfolge Hausbauers lässt auf sich warten. Leider bekommen wir auf mehrfache Nachfrage keine Antwort. Wenn das mit denen genauso weitergeht, sehen wir schwarz dass wir überhaupt ein Haus stellen können. 

Update 18.05.2017  

Von unserem Hausbauer kommt nicht mehr viel. Auf Nachfragen wird nur noch sporadisch reagiert. Die Werkplanung sei fast fertig, der Elektroplan wird nicht mehr erstellt und die restlichen Bemusterungsangebote sollen wir auch noch erhalten. 

Update 20.05.2017

Die Homepage des Hausbauers ist offline. Wir haben heute eine Nachricht des Geschäftsführers erhalten dass die Anwaltskanzlei Eisner die Insolvenzabwicklung durchführen wird. 

Update 21.05.2017

Frank hat heute morgen mit dem Insolvenzverwalter telefoniert. Leider sieht es so aus, dass es nicht mehr weitergeht. Der Hausbauer hat ca. 1,5 Millionen € Schulden angehäuft und wir sehen mit Sicherheit einen Großteil unseres Gelds nicht mehr. Der Insolvenzverwalter macht uns keine große Hoffnung, die Quote würde etwa bei 10 % liegen.

Update 24.05.2017 

Das Insolvenzverfahren wird zum 01.06.2017 eröffnet. Leider haben wir es versäumt die Vertragserfüllungsbürgschaft beim Hausbauer einzufordern, diese wurde scheinbar nie erstellt bzw. beantragt. Über diese wäre beim Ausfall des Hausbauers zumindest 10 % der Hausbausumme abgesichert gewesen.

Damit wir alles richtig machen und es uns nicht nochmal passiert, dass wir etwas übersehen oder nicht darauf hingewiesen werden, haben wir uns entschlossen einen Anwalt zu nehmen. Dieser soll uns zu aller erst das Kündigungsschreiben für unseren noch bestehenden Bauwerkvertrag mit Selecthaus formulieren, dazu natürlich bei der Forderungsanmeldung helfen, die wir bis 28.06.2017 beim Insolvenzverwalter einreichen müssen und auch Unterstützung beim neuen Bauwerkvertrag den wir in den nächsten Tagen schließen werden, bieten.

Dazu haben wir zuerst einmal geschaut, an wen wir uns da wenden. In der Umgebungssuche wurden wir bei vielen Anwälten aus Stuttgart fündig. Das ist uns aber eigentlich schon zu weit und der favorisierte Anwalt hat aktuell leider noch Urlaub. Also wenden wir uns an Avocado.de, die sehr gute Bewertungen erhalten haben und hier auch mit einer kostenfreien Ersteinschätzung werben. Der Fall ist gleich geschildert und wenige Minuten später abgesendet und wir harren der Dinge die da kommen werden.

Am nächsten Morgen bereits bimmelt Franks Handy und eine Frau Reibold-Rolinger meldet sich. Frank kommt der Namen bekannt vor und wenige Sekunden später fällt auch bei ihm der Groschen. Sie ist Hauptdarstellerin der RTL2 Fernsehsendung Die Bauretter und Frank ist froh dass so eine kompetente Anwältin bei ihm anruft. Sie gibt uns einige Tipps und bietet uns an weitere Beratung gegen eine Pauschalgebühr zu machen. Das nehmen wir gerne zu einem späteren Zeitpunkt an.

Da wir aber unbedingt noch einen persönlichen Kontakt suchen, kontaktiert Frank einen Anwalt aus Vaihingen/Enz, gleich in der Nähe. Dieser meldet sich auch prompt und nach einem kurzen Gespräch verabreden wir uns für die kommende Woche. Mal schauen was dabei herauskommt.

Update 01.06.2017

Das Insolvenzverfahren ist eröffnet. Hier der Auszug aus der Bekanntmachung:

Wir haben nun bis 28.06.2017 Zeit unsere Forderungen zu stellen. Gleichzeitig werden wir unseren Bauwerkvertrag kündigen so dass wir in der Entscheidung wieder frei sind. 

Update 02.06.2017

Wir haben uns entschieden, dass wir diese Angelegenheit mit einem Anwalt für Baurecht besprechen wollen. Zum Glück bezahlt unsere  Versicherung den ersten Kontakt bis zu 500 € so dass wir hier nichts falsch machen bzw. nichts vergessen.

Update 07.06.2017

Uns wurde versprochen, dass wir bis Ende nächster Woche das Angebot des Nachfolge Hausbauers erhalten, leider, aber für uns nicht überraschend, kam nichts. Im Hintergrund wird soviel gewirbelt und improvisiert, dass wir hier kein gutes Gefühl haben. 

Update 08.06.2017

Heute erreichte uns nun auch das offizielle Schreiben des Insolvenzverwalters zur Eröffnung der Insolvenz. Das erstaunliche für uns daran ist, dass die Insolvenz bereits am 12.01.2017 beim Amtsgericht Heilbronn eingegangen ist. Ein Schelm wer dabei böses denkt. Wir haben unsere letzte Rate von 10 % am 08.02.2017 bezahlt.Da war dann längst klar, dass es ein Problem gibt. Schade !

 

Update 13.06.2017

Wir hatten heute den Termin beim Anwalt. Zuerst einmal sammelte er Informationen und stellte dabei fest dass er noch einen zweiten Mandanten hat, der auch bei Selecthaus bauen wollte. Wir formulierten dann die Kündigung, gingen gemeinsam durch, was in die Forderungsanmeldung kommen muss und unterhielten uns dann über das weitere Vorgehen. Zum einen über den neuen Hausvertrag, den wir schließen wollen und zum anderen aber auch wie wir weiter mit der Insolvenzsache umgehen. Hier haben wir einen Folgetermin vereinbart, wir werden in dieser Sache privatrechtlich aktiv. Mehr wollen und können wir aktuell dazu nicht sagen.

Update 16.06.2017

Heute haben wir die Bestätigung des Insolvenzverwalters erhalten, dass der Bauwerkvertrag nicht weiter fortgeführt wird und die Abtretung an die Bank aufgehoben wurde. 

Update 26.06.2017

Auf Nachfrage haben wir heute die Bestätigung des Insolvenzverwalter erhalten, dass die Kündigung sowie die Forderungsanmeldung eingegangen ist.

Update 28.06.2017

Heute haben wir den kompletten Sachverhalt vom Beginn im Juni 2016 bis zur Insolvenz im Juni 2017 rekapituliert und eine Strafanzeige erstellt. Um was es genau geht, kann ich aktuell noch nicht berichten

Update 30.06.2017

Auf Nachfrage beim Insolvenzverwalter haben wir das von ihm erstellte Gutachten erhalten. Es umfasst 18 Seiten. Interessant dabei ist dass bereits im September 2016 eine Insolvenzeröffnung nur durch Zahlung einer fälligen Summe vermieden werden konnte. Im Januar 2017 wurde erneut eine Zahlung nicht geleistet und die Krankenkasse lies die Insolvenz eröffnen. Leider haben wir davon erst im April 2017 erfahren. Sehr interessant an dem Gutachten ist auch, dass seit September 2016 Anzahlungen von Hausbauern verwendet wurde um fällige Verpflichtungen zu tilgen und nicht um die Leistungen der Hausbär abzudecken.

Update 05.07.2017

Der Strafantrag gegen die „beiden“ Geschäftsführer wurde gestellt und dem Amtsgericht Heilbronn übermittelt. Mal schauen was dabei herauskommt.

Update 08.07.2017

Heute hatten wir wieder mal zu zwei weiteren Geschädigten Kontakt. Der eine hatte mit Selecthaus ein Passivhaus gebaut und konnte gerade noch so den Rohbau fertigstellen, alle weiteren Leistungen muss er jetzt selbst organisieren und bezahlen. Der andere hatte ein fertiges Haus übergeben bekommen aber musste am Ende auch einige Handwerker selbst bezahlen und es gab bis heute keine Dekra-Prüfung und keine Einweisung. Es bleibt spannend. 

Update 09.08.2017

Heute hatten wir Post vom Amtsgericht Heilbronn. In einer kurzen Mitteilung haben wir die Nachricht erhalten, dass unsere Forderungsanmeldung zum einen Teil bestritten wird. Hierbei handelt es sich um die Anzahlung der 15 % der Hausbausumme und zum anderen die weiteren Forderungen wie Mietzahlung zwar anerkannt wird, es aber dafür keine Quote gibt und wir somit keinen Cent davon aus der Insolvenymasse erhalten werden. Das Insolvenverfahren wurde damit beendet. 

Update 10.08.2017

Nach Rücksprache mit unserem Anwalt haben wir die Forderungsanmeldung erneut versendet und dieses Mal die Anmeldung als Forderung aus vorsätzlich begangener Handlung als Schadensersatz eingereicht und die Strafanzeige angehängt. Mal schauen was der Insolvenzverwalter damit anfängt. 

Update 24.11.2017

Lange tat sich in dieser Angelegenheit nichts. Heute haben wir eine Email einer betroffenen Firma erhalten die mit der EHS-Haustechnik4you GmbH zusammengearbeitet hat. WItzigerweise befand sich deren Geschäftsadresse im gleichen Haus wie die Selecthaus GmbH. Der Geschäftsführer dieser Firma hat auch einen russischklingenden Vornamen. Ein Schelm wer hier böses dabei denkt. 

http://www.firmeninsolvenz.xyz/insolvenztexte/Ehs-haustechnik4you+GmbH-Heilbronn-83ddf764db69813b532fa5cd5ca9819f-4+IN+34517.html

Update 05.12.2017

Wir haben doch einen Geschädigten der Vorgängerfirma erfahren dass eine Anwaltskanzlei aus dem Schwarzwald eine Sammelklage anstrebt oder angestrebt hat. Leider wurde diese wieder verworfen !

Update 11.12.2017

Unser Anwalt hat Aktenansicht beantragt und wir erhoffen uns dass wir dadurch mehr Erkenntnisse erhalten seit wann diese Insolvenz bereits läuft

Update 13.04.2018

Nach langer Zeit mal wieder ein Update. Die Staatsanwaltschaft Heilbronn informiert dass die Ermittlungen wegen Insolvenzverschleppung noch nicht abgeschlossen sind.

Update 19.09.2018

Die Akten liegen nun bei unserem Anwalt vor und wir erhalten diese digitalisiert. Gleichzeitig haben wir vom Amtsgericht Öhringen eine Vorladung als Zeuge im Verfahren „Insolvenzverschleppung gegen Herrn Klock“ für den 05.02.2019 erhalten.

Update 06.10.2018

Wir haben nun die 221 Seiten der Akte der Staatsanwaltschaft erhalten. Sehr interessante Einblicke in die Historie und traurig zugleich dass eigentlich bereits im August 2016 klar war dass Selecthaus Zahlungsschwierigkeiten hat, da zwei der Krankenkassen bereits säumige Beiträge eingeklagt und Insolvenz beantragt haben. Nachdem wir erst im September 2016 unterschrieben haben, war im Prinzip dort schon klar, dass der Bau niemals stattfinden würde und Selecthaius unsere erste ANzahlung dazu verwendet um andere Forderungen zu tilgen.

 

Update 12.10.2018

Wir haben uns mit unserem Anwalt beraten und heute die Schadenersatzansprüche gegen Herrn Klock geltend gemacht. Lt. Oberstaatsanwalt haben wir gute Chancen da wir wie oben bereits erwähnt erst nach dem ersten Insolvenzantrag unterschrieben haben und somit davon ausgegangen werden musste dass Selecthaus niemals unser Haus bauen könnte. Wir sind gespannt.

Update 09.11.2018

Mittlerweile haben wir die Akten komplett durchgelesen und immer wieder kommen neue Dinge zum Vorschein. Es gibt drei Hausbauer die geklagt haben und dies auch gegen das Privatvermögen von Herrn K. Wir werden schauen ob das Gericht den Geschäftsführer verklagt und wir eventuell einen Teil der Hausbausumme wieder zurück erhalten !

Update 05.02.2019

Heute war es endlich soweit. Die Fahrt zum Amtsgericht Öhringen stand an, um als Zeuge im Gerichtsprozess gegen den Geschäftsführer der Selecthaus GmbH wegen Insolvenzverschleppung und Betrug auszusagen.

Um 10 Uhr war ich geladen, um halb 10 war ich da. Ich war noch nie zuvor im Gericht und hatte keine Ahnung was mich erwartet. Das Wartezimmer war bereits mit zwei weiteren Zeugen gefüllt und wir harrten der Dinge. Es war kalt, richtig kalt, so dass ich in der Dauenjacke dort saß und hin und wieder umherlief.

Zwei weitere Zeugen kamen noch dazu und gegen 11 Uhr saß sich eine weitere Person dazu, die mir nach kurzer Zeit bekannt vor kam.

Kurz darauf wurde der Beklagte aufgerufen und die besagte Person verschwand aus dem Wartezimmer und ging in den Sitzungssaal. Ich hatte also doch recht mit meiner Idee.

Gegen 11 Uhr wurden dann alle Zeugen in den Sitzungssaal gerufen und es wurden die Anwesenheiten geprüft. Kurz darauf wurden alle Zeugen ausser mir entlassen ohne befragt worden zu sein.

Dann wurde ich in den Zeugenstand gebeten und hatte die Möglichkeit den kompletten Ablauf zu schildern. Es wurde alles fleissig mitgetippt und der Richter stellte noch einige Zwischenfragen, vor allem wegen den Summen.

Nach Vortragen des Bauablaufs hatte der Verteidiger noch die Möglichkeit Fragen zu stellen. Ihm ging es nach meiner Meinung nur darum die Forderung, die ja im Raum steht, zu reduzieren, in dem darauf hingewiesen wurde dass die erstellten Grundrisse und das Baugesuch hätte weiterverwendet werden können und dadurch hätten wir 3,7 % der Bausumme gespart. Ich erwähnte, dass wir 5 Hausbauer angefragt hatten und keiner wollte / konnte die Pläne weiterverwenden. Auch das Baugesuch musste geändert werden, da sich die Hausgröße sowie die Fensteranzahl /-anordnung geändert hatte.

Die Staatsanwältin hatte dann noch eine Frage zum Bodengutachten und zum Ablauf der Zahlungen. Nachdem dies alles geklärt war, wurde ich ich entlassen.

 

Update 28.02.2019

Nachdem wir direkt nach dem Gerichtstermin Akteneinsicht beantragt hatten, lag heute ein dicker Umschlag im Briefkasten. Das Gerichtsurteil samt Gesprächsprotokoll war da und wir waren doch sehr gespannt. Das Protokoll umfasst 31 Seiten inkl. Beweisstücke. Das Urteil ist im Anschluss angehängt und lautet wie folgt:

Die für uns entscheidende Frage ist, was wir aus diesem Urteil ziehen können ? Wir haben nun die Möglichkeit zivilrechtlich zu klagen, aber am Ende sagt das Protokoll aus dass der Angeklagte 120.000 € Schulden hat, auf Miete wohnt und bei seinem jetzigen Arbeitgeber nicht wirklich viel verdient. Was für uns aber noch von Bedeutung ist, sind folgende Aussagen des Verteidigers:

Was fangen wir mit diesen Aussagen an ? Unsere Klage auf faktischen Geschäftsführer wurde nicht aufgenommen aber mit diesen Aussagen wurden diese bestätigt !

Update 29.03.2019

Wir haben uns entschieden einen Mahnbescheid über das Amtsgericht Stuttgart an Herrn Klock auszustellen. Zuerst einmal über eine geringere Summe, so dass wir ausloten können, ob die Gegenseite bereit ist darauf einzugehen und die Kosten halten sich hier dann auch im Rahmen. Unser Anwalt begründet den Mahnbescheid mit einem 4-seitigen Text und am Ende kostet uns das knapp 1.000 €. Hier einige Auszüge aus der Begründung:

Update 15.08.2019

Endlich kam heute die Antwort auf unseren Mahnbescheid vom 29.03.2019, nach über vier Monaten. Es war nicht anders zu erwarten, dass der Anwalt von Herrn Klock alles bestreitet. Das interessante dabei ist, dass er als Zeugen Personen benennt, die von Ihrer Funktion als Zeuge nichts wissen und Beweise aufführt bei denen es einem schlecht wird. Es wird behauptet dass mehrere Hausbauer die Möglichkeit erhalten haben zu den gleichen Konditionen bei dem vermittelten Hausbauer das bestellte Haus zu Ende zu bauen. Da wir aber wissentlich andere Informationen haben ist es ein leichtes, das Gegenteil zu beweisen. Hier einige Auszüge aus dem Widerspruch:

…. to be continued

2 Gedanken zu „Unser Hausbauer ist insolvent

  1. Hallo, wir sin auch von der Firma betroffen. Für uns war schon immer Herr B. Der Geschäftsführer und Herr K. Nur formal. Dieses haben wir den Insolvenzverwalter gemeldet. Wir haben uns nach der Freigabe selbst Handwerker aus der Region geholt. Eine Anzeige haben wir noch nicht geschaltet unser Berater Herr M. Hat uns dies empfohlen. Wie und mit welcher Begründung wurde diese gestellt?

    Schöne Grüße

    1. Hallo,

      vielen Dank für Deine Rückinfo. Ja, wir hatten ja darüber im Blog berichtet. Eine Strafanzeige ist nie verkehrt, denn damit wird der faktische Geschäftsführer privatrechtlich verfolgt und das soll ja das Zeil sein. Aus der Firma ist nichts mehr zu holen, warum dann nicht an die private Kohle gehen, die Herr B. sicherlich zu großen Teilen aus der Firma genommen hat.

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